Was ist der Gewerbeschein? Mit dem Gewerbeschein bestätigt die zuständige Behörde Deine Gewerbeberechtigung. Die Ausstellung des Gewerbescheins ist in Österreich kostenlos. Für einzelne Branchen, z.B. in der Gastronomie, ist darüber hinaus aber evtl. eine weitere Betriebserlaubnis wie die Gastgewerbeberechtigung notwendig.
Die Gewerbelizenz bezeichnet das Recht, ein Gewerbe auszuüben. Der Gewerbeschein dagegen bestätigt die erfolgreiche Anmeldung des Gewerbes durch die Gewerbeberechtigung.
Die Gewerbeanmeldung bzw. Gewerbeberechtigung nimmst Du bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft oder dem Magistrat der Gemeinde vor, in der sich der Geschäftssitz Deines Betriebs befindet. In Wien ist dafür das Magistratische Bezirksamt zuständig.
In der Regel ist es auch möglich, den Gewerbeschein innerhalb weniger Minuten online zu beantragen. Alle Informationen zur Anmeldung findest Du im Beitrag zur Gewerbeberechtigung.
Umgangssprachlich existiert im deutschen Sprachraum ein “kleiner Gewerbeschein”, aber praktisch gibt es diesen Gewerbeschein für Kleinunternehmen oder Kleingewerbe nicht. Denn grundsätzlich existiert bei der reinen Anmeldung kein Unterschied zwischen kleinen, mittleren und großen Betrieben: Wer die Voraussetzungen für ein Gewerbe erfüllt, braucht einen Gewerbeschein, um es auszuführen.
Erfüllt Dein Gewerbe diese Voraussetzungen? Das ermittelst Du mithilfe der folgenden Merkmale, die im Beitrag zur Gewerbeberechtigung ausführlicher erklärt werden:
Wichtig: Der Unterschied für Kleinunternehmen besteht auf steuerlicher Ebene: Kleinunternehmen mit einem Jahresumsatz von maximal 35.000 Euro müssen weder Umsatz-, noch Gewerbesteuer zahlen.
Obwohl die Gewerbeanmeldung online bereits reibungslos funktioniert, wird der Gewerbeschein als Bestätigung einer erfolgreichen Anmeldung weiterhin per Post versendet. Du kannst ihn also (noch) nicht selbst ausdrucken.
Auf dem Gewerbeschein findest Du folgende Angaben:
Reihenfolge und Einzelheiten können je nach Behörde, Tätigkeit und Bundesland unterschiedlich ausfallen.
* Die Formulierung der angemeldeten Tätigkeiten wird aus Deiner Gewerbeanmeldung übernommen: Diesen sogenannten “Gegenstand des Betriebs” solltest Du möglichst zutreffend, umfassend genau beschreiben. Sehr allgemeine Angaben wie etwa “Handel mit Waren” oder “Dienstleistungen aller Art” werden in der Regel nicht akzeptiert.
Gleichzeitig ist es wichtig, Deine Tätigkeit nicht zu sehr einzugrenzen: Wenn sich der beschriebene “Handel mit gebrauchten iPhones” zum Beispiel als wenig rentabel herausstellt, ist es schwierig, das angemeldete Gewerbe im Nachhinein auf “Handel mit gebrauchten Telekommunikationsgeräten” zu erweitern – hier wäre eine Gewerbeummeldung nötig. Um Schwierigkeiten empfiehlt es sich, so genau wie nötig und so allgemein wie möglich zu formulieren. Lass Dich hier am besten von Deiner Steuerberatung oder dem zuständigen Berufs- und Branchenverband unterstützen.
Die Bestätigung der Gewerbeanmeldung fällt nicht in allen Bundesländern gleich aus. So in etwa könnte der Gewerbeschein aber aussehen, der Dir zugestellt wird:
Um Berufliches und Privates zu trennen, solltest Du ein Geschäftskonto eröffnen. Und wenn Du es nicht längst getan hast, solltest Du auch einen Businessplan erstellen, damit Du erfolgreich Deine Firma gründen kannst. Wir haben außerdem Tipps gesammelt, damit Du Deine Buchhaltung ordnen und gute Bewerber erkennen kannst. Und last, but not least: Wenn Du eine Registrierkasse brauchst, stehen wir Dir natürlich auch zur Seite!
Nicht für jede Beschäftigung brauchst Du eine Gewerbeberechtigung: Für gewisse Tätigkeiten gelten laut Gesetz gelten andere Regeln und diese müssen dementsprechend nicht angemeldet werden. Dazu zählen etwa
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