
Kalkulation in der Gastronomie ist der Erfolgsfaktor für Deinen Umsatz: Wir zeigen, was Preiskalkulation ist und welche Punkte Du beachten solltest, damit der Gewinn ausreicht. Außerdem erklären wir drei bewährte Kalkulations-Methoden.
Preiskalkulation ist die Berechnung des Konsumentenpreises durch bestimmte Formeln, die Marge und Kosten berücksichtigen. Damit ist die richtige Kalkulation das Gegenteil von Preisgestaltung “nach Gefühl”.
Besonders in der Gastronomie entscheidet die korrekte Preiskalkulation für Getränke und Speisen darüber, ob Dein Unternehmen erfolgreich ist oder nicht:

Bei der Preiskalkulation in der Gastronomie sind folgende Faktoren einzubeziehen:
Bei der genauen Kalkulation setzt sich der Verkaufspreis aus mehreren Berechnungen und Kosten zusammen:
Vorteil: Die genaue Preiskalkulation liefert exakte Ergebnisse.
Nachteil: Durch die vielfältigen Faktoren ist die genaue Kalkulation anfällig für Fehler. Du musst also aufmerksam rechnen und prüfen, ob wirklich alles stimmt.
Die Faustformel für die genaue Kalkulation in der Gastronomie lautet:
Beispiel “Wiener Schnitzel”

Die einfache Aufschlagskalkulation geht nicht von spezifischen Kosten, sondern von Branchen-Durchschnittskosten aus. Damit ist sie die einfachste und schnellste Berechnung und eignet sich vor allem für kleine Betriebe.
Die Faustformel lautet:
Verkaufspreis = Materialkosten x 3 oder 4*
Die drei- bis vierfachen Materialkosten entsprechen dabei Warenkosten + Personal/Reinigungskosten + Gewinn.
* Noch vor einigen Jahren genügte der dreifache Satz. Durch die erhöhten Kosten bei Wareneinsatz und Energie empfiehlt sich inzwischen jedoch oft der vierfache Satz – gerade, wenn Du teure Zutaten verwendest und hohe Energiekosten für die Zubereitung/Lagerung anfallen.
Achtung: Bevor Du Dich für den höheren Satz entscheidest, prüfe die Preissensibilität Deiner Kunden. Wenn weniger Gäste den höheren Preis zahlen wollen, steigt Dein Gewinn nicht automatisch.
Die Vorteile der Methode sind Zeitersparnis und Einfachheit, besonders für Einsteiger.
Der Nachteil der schnellen Kalkulation ist, dass sie nicht alles berücksichtigt:
Beispiel “Wiener Schnitzel”

Bei der Mischkalkulation setzt Du die Preise für manche Produkte bewusst zu niedrig und für andere bewusst zu hoch an. Diese Methode wird auch Ausgleichskalkulation genannt, denn hier gleichen sich Gewinne und Verluste einzelner Produkte insgesamt aus.
Die unterschiedliche Nachfrage nach den einzelnen Produkten, d.h. die Marktlage, sorgt dabei für ein wirtschaftliches Gesamtergebnis.
Bei der Mischkalkulation unterscheidet man entsprechend drei Produkttypen:
Welche Produkte besonders gut funktionieren und sich deswegen z.B. als Zugartikel eignen können, kannst Du mithilfe Deiner Verkaufsstatistiken herausfinden. Diese werden bei einem elektronischen Kassensystem wie ready2order automatisch in Echtzeit erstellt.
So gehst Du bei der Mischkalkulation vor:
Bei der Festsetzung des Verkaufspreises gelten folgende Faustregeln:

Warum ist die Wareneinsatzquote wichtig?
Die Wareneinsatzquote zeigt, ob Du Waren und Material effizient einsetzt. Als Prozentzahl informiert sie darüber, wie viel Ware bzw. Material benötigt wurde, um einen Umsatz von 100 € zu erzielen:
So findest Du die Wareneinsatzquote heraus:
Wareneinsatzquote = Wareneinsatz in Euro (= Einkauf) / Nettoumsatz in Euro (= Verkauf) x 100
Beispiel “Wiener Schnitzel”

Neben den Kosten haben weitere Faktoren Einfluss auf Deine Preiskalkulation und damit auf den Erfolg Deiner Gastronomie. Einige davon kannst Du zu Deinem Vorteil nutzen:

Markus Bernhart
CEO & Co-Founder ready2order
Markus kombiniert unternehmerische Expertise mit einer klaren Vision für schnelles Kassensystem und Payment. Seine rechts- und betriebswirtschaftliche Ausbildung sowie seine Erfahrung als Geschäftsführer ermöglichen ihm, praxisnahe und maßgeschneiderte Lösungen für kleine Unternehmen zu entwickeln – insbesondere bei der Digitalisierung ihrer Prozesse.
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